Dienstag, 3. Mai 2011

Großkundgebung gegen Atomkraft - der Harzkreis war dabei!


Am Dienstag, den 26. April 2011 jährte sich der Jahrestag der Tschernobyl-Reaktorkatastrophe bereits zum 25. Mal. Dies nahmen die Veranstalter der Kampagnen von ausgestrahlt.de und tschernobyl25.de zum Anlass, um an die Menschen zu erinnern, die aufgrund dieser Katastrophe ums Leben kamen und nach wie vor an den gesundheitlichen Folgen zu leiden haben. Dabei wurde eine Verbindung zu den aktuellen Ereignissen des Atomunfalls in Japan hergestellt, wo derzeit überhaupt noch nicht zu erahnen ist, welche Konsequenzen und vor allem Spätfolgen diese Katastrophe für Mensch und Umwelt haben wird.

Bundesweit fanden daher am letzten Ostermontag zahlreiche Großdemonstrationen statt. Eine davon am geplanten Atommüllendlager Schacht Konrad in Salzgitter-Bleckenstedt, ganz in der Nähe des Harzkreises und des bei Osterwieck liegenden Atommülllagers ASSE, wo aufgrund der Überflutung eine radioaktive Kontamination des Grundwassers droht. Hier wird derzeit die Rückholung des eingelagerten Atommülls vorbereitet. 
Nach Veranstalterangaben demonstrierten am Schacht Konrad ca. 11.000 Menschen für einen sofortigen Atomausstieg und gegen eine Einlagerung von Atommüll im ehemaligen Eisenerzbergwerk.



Mit dabei waren auch zahlreiche Atomkraftgegner aus dem Raum Halberstadt, Wernigerode und Quedlinburg. Die Halberstädter Bürgergemeinschaft für einen schnellen Atomausstieg organisierte gemeinsam mit den Harzer Bündnisgrünen eigens einen Reisebus.



„Somit setzte auch der Harz, als eine von sechs „Regenerativen Modellregionen“ zur Erforschung der hundertprozentigen flächendeckenden Versorgung mit erneuerbarer und sauberer Energie, ein deutliches Signal für eine Abkehr von der in vielfältiger Weise risikobehafteten Atomenergie“, so Mathias Fangohr.


Während der Großdemonstration verständigten sich die Harzer Aktivisten auf eine kontinuierliche Fortsetzung der Treffen in der Harzregion. Sie rufen daher weiterhin alle Bürgerinnen und Bürger aus allen gesellschaftlichen Bereichen und allen demokratischen Parteien zum Mitmachen auf. 

Dies bedeutet für Interessierte und Aktive aus Halberstadt und Umgebung, dass die kommenden Treffen der Ideenfindung und Planung von künftigen Mahnwachen und Aktionen gegen Atomkraft im Harzkreis dienen, welche mindestens bis zum Ende des 3-monatigen Moratoriums stattfinden sollen.

Zeit: wie gehabt - jeden Montag ab 18 Uhr
Ort: Eine-Welt-Laden, Gröperstraße 29 in Halberstadt


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